Darf ein Nano Aquarium mit Guppys besetzt werden?

Guppy Fisch

Der Guppy ist ein agiler Fisch. Er braucht viel Bewegung. Eben diese Schwimmfreude macht den „Millionenfisch“ aber auch zu einem beliebten Aquarium-Bewohner. Aber verträgt sich diese Agilität mit einem Nano Aquarium?

Obwohl der Guppy als Anfängerfisch gilt, so ist doch einiges zu beachten. Nähere Informationen können unter www.guppys.info eingesehen werden. Nachfolgend wird darauf eingegangen, ob das Miniaturaquarium sich als Zuhause für Guppys eignet.

Der Guppy im Nano Aquarium: Darauf ist zu achten!

Guppy-Liebhabern kann zunächst Mut gemacht werden. Ja, der Guppy darf im Nano Aquarium gehalten werden. Aber hinsichtlich der Art und der Größe des Aquariums sind doch Besonderheiten zu beachten.Nano Aquarium Tipps

– Aquarien-Größe: Fische sind Lebewesen, die von der Bewegung leben. Sie brauchen einen gewissen Platz. Sogenannte Nano Cubes gibt es schon ab 10 Litern. Aber in einem solchen „Gefäß“ sollte kein Fisch gehalten werden. Ab 50 Litern aufwärts schwimmen bestimmte Wasserbewohner gerne und freudig umher. Hier darf der Lebensraum aber nicht übermäßig besetzt sein.

– Fisch-Anzahl: Wie viele Fische dürfen nun in das Aquarium eingesetzt werden. Hier gibt es keine pauschale Menge. Je nach Beweglichkeit und Raumbedürfnis des Fisches ist die Anzahl anzupassen. Beim Guppy empfiehlt sich der Endler, wegen seiner kleinen Größe. Je 10 Liter Wassermenge können bis zu fünf Endler gehalten werden.

– Fisch-Varianten: Wer den Guppy mit anderen Fischarten im Aquarium mischen möchte, der sollte sich die Zusammenstellung gut überlegen. Denn wegen der geringen Größe können sich die Tiere kaum aus dem Weg gehen. Fehlt die Harmonie, so leiden die Fische unter Stress.

Charakteristika des Guppys

Der Guppy ist für Anfänger geeignet. Er ist tagaktiv, gilt als sehr robust und verleiht dem Aquarium gleichzeitig Lebendigkeit. Die Tiere schwimmen im oberen bis mittleren Wasserbereich. Zur Nahrungsaufnahme tauchen sie auch tiefer ab.

Damit sich der Guppy im Nano Aquarium heimisch fühlt, sollten genügend Pflanzen eingebracht werden. Dies dient auch dem Schutzbedürfnis des Fisches, denn in der freien Natur suchen sich die Guppys ihre Rückzugsorte. Jungtiere, falls die Zucht geplant ist, werden ebenfalls innerhalb der Pflanzen geboren.

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Nachts sucht der Guppy gerne den unteren Aquarien-Bereich und dort ebenfalls die Pflanzen auf. Wer nicht züchten möchte, sollte nur Guppys eines Geschlechts einbringen. Soll auch noch an den Nachfahren der Tiere Freude empfunden werden, so ist das Maß im Auge zu behalten. Weibchen der herkömmlichen Guppys können alle vier Wochen bis zu 100 Jungfische zur Welt bringen. Beim kleineren Endler ist nicht mit mehr als 40 Jungfischen zu rechnen.Der Intervall wird hier mit 28 bis 43 Tagen angegeben.

Der Endler Guppy: Die perfekte Wahl für das Nano Aquarium

Der Endler Guppy wird der Kategorie der Poeciliidae, der lebendgebärenden Zahnkarpfen, zugeordnet. Die Größe überschreitet zwei bis drei Zentimeter nicht. Der Herkunftsort des Guppys ist der Nordosten Venezuelas. Dort kamen sie im Abwasser bei 34 Grad Celsius vor. Der pH-Wert betrug 7,6. Diese extremen Bedingungen, unter denen der Guppy gelebt hat, zeigt seine robuste Konstitution.

Eine Vermischung des Endlers mit dem herkömmlichen Guppy ist nicht ratsam. So gehen die typischen Merkmale verloren. Außerdem müssen Züchter für einen Austausch der Tiere sorgen, um fortdauernde Inzucht zu umgehen. Ansonsten könnten zukünftige Generationen degenerieren.

Die Endler Männchen sind aggressiv. Daher sollten in der Regel mehr Weibchen als Männchen gehalten werden. Dies reduziert den Stresspegel im Aquarium und sorgt für ein harmonisches Zusammenleben.

Eine Besonderheit des Endlers ist seine leuchtende Farbe. Hier braucht sich der Halter nicht wundern, dass unterschiedliche Endler verschieden hell leuchten. Grundsätzlich sind reine Endler-Züchtungen aber leuchtstärker als Mischfische.

Die Gestaltung des Nano Aquariums ist mindestens vier Wochen vor dem Besatz anzulegen. So entwickelt sich ein Biorhythmus, welcher für Fische verträglich ist. Nach Ablauf dieser Zeit können die Endler beigefügt werden. Welche Pflanzen eingebracht werden, ist dem Halter überlassen. Auch hier ist der Guppy sehr unkompliziert und stellt keine persönlichen Bedürfnisse an seinen zukünftigen Lebensraum.

Die Guppy-Art ist beim Fischfutter sehr unkompliziert. Lebendfutter oder Flocken werden gerne verspeist. Wer sich mit der Thematik näher auseinandersetzen möchte, der kann das Lebendfutter sogar selber züchten. Dafür wird ein sogenanntes Kultivierungsgerät benötigt. Eine Fütterung mehrfach am Tag ist sinnvoll. Der Endler Guppy kann keine größeren Tagesrationen auf einmal verdauen. Wer tagsüber arbeitet sollte über eine zeitgesteuerte, automatische Fütterung nachdenken.

Bevor weitere Fische ins Nano-Aquarium gegeben werden, muss sich der Fischhalter über Fressfeinde, Verträglichkeit und Raumbedarf der Tiere erkundigen.

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